/ Januar 9, 2019/ Allgemein

Es ist gar nicht so leicht den richtigen Hochzeitsfotografen für seine Hochzeit zu finden, also wie stellt Ihr das am besten an? In dem folgenden Text möchte ich euch ein paar Tipps geben, wie Ihr den richtigen Fotografen für eure Hochzeit findet.

Wie finde ich den richtigen Hochzeitsfotografen?
Sie haben den Richtigen Hochzeitsfotograf schon gefunden und der Bräutigam ist Happy!

Vorgehensweise:

Der erste Schritt: Was ist euch bei dem Hochzeitsfotografen wichtig? Einfach schöne Erinnerungen an euren großen Tag? Anspruchslos, Hauptsache irgendwelche Bilder? Das ist völlig in Ordnung! Nicht jeder legt Wert auf gute Hochzeitsfotos und möchten jeden wichtigen Augenblick festgehalten haben. Prima, dann braucht ihr gar nicht lange suchen. Der Fotograf am Ort, mit den günstigen Preisen kann genau der richtige sein. Oder sogar ein Hobbyfotograf aus dem Freundeskreis oder von Ebay-Kleinanzeigen? Die werden sich auf die Herausforderung freuen und ihr bekommt eure Fotos. Allerdings – einfach nur irgendwelche Bilder! Doch stehen eure Hochzeitsfotos auf eurer Liste der Prioritäten ganz oben, dann ist der Hobbyfotograf keine gute Wahl.

Wie ihr merkt, gibt es unterschiedliche Ansichten zu diesem Thema. Eigentlich regelt euer Budget die Gesamtausgaben der Hochzeitsfeier und die Relevanz der einzelnen Dienstleistungen sowie deren Aufteilung. Sind die Hochzeitsfotos auf eurer Liste ein wichtiger Punkt so ist euer Budget das erste Sieb, dass entscheidet. Denn, nicht alle teuren Fotografen sind gut, aber gute Hochzeitsfotografen gibt´s leider auch nicht umsonst.

Das nächste Kriterium ist der Stil eurer Hochzeitsfotos. Findet heraus, was euch gefällt. Möchtet ihr zum Beispiel ganz klassische Fotos? So, wie ihr sie aus dem Hochzeitsalbum eurer Eltern kennt? „Ja, aber bitte nicht ganz so old school!“ Ok, dann werdet ihr in einer „modernen“ Art klassischer Hochzeitsfotografien fündig. Es wird alles schön abgebildet, ihr als Hochzeitspaar, das Kleid der Braut, die Hochzeitslocation, die Dekoration, die Gäste. Oft Vintage, oft helle und weiche Farben. Reportage-Fotografie schon, aber nicht im eigentlichen, journalistischen Sinn. Alles hübsch anzusehen, aber weniger kleine Geschichten im einzelnen Bild. Der erzählt sich aus der Gesamtheit der Bilder

Die journalistische und künstlerische Hochzeitsfotografie ist eine weitere Form. Ein Fotograf der so arbeitet achtet natürlich ebenfalls auf die Vollständigkeit klassischer wichtiger Augenblicke und Motive, von den Familienfotoportraits bis zur Deko. Auch die Reportage ist natürlich vollständig vom ersten Augenblick bis zum Schleiertanz auf der Party. Er legt aber zusätzlich besonderen Wert auf die Fotografie selbst. Kreativität und Vielseitigkeit bei den Hochzeitsportraits und besondere, emotionale Momente in den Bildern. Diese Fotos werden einem höheren Anspruch gerecht.

Keine dieser Stile ist zu bewerten, weil jeder etwas Anderes mag. Außerdem lässt sich nicht jeder Fotograf einer solchen Kategorie genau unterordnen. Es geht vielmehr um Anhaltspunkte, die euch bei eurer Suche nach dem perfekten Fotografen für eure Hochzeit weiterhelfen.

Die Suche: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den passenden Fotografen zu finden. Hier sind einige davon sind:

  1. Das Internet: Google ist euer treuer Freund bei der Suche. Denn die meisten Hochzeitsfotografen präsentieren sich hier. Das Hochzeitspaar aus Dortmund sucht vielleicht nach „Hochzeitsfotograf Dortmund“. Gute Idee! Aber viele Hochzeitsfotografen die ihr findet sitzen wo ganz anders und haben eine lange Anfahrt. Daher sucht auch über Google-Maps, in eurem und in den Nachbarorten. Entscheidend ist am Ende aber nicht der Anfahrtsweg, sondern die Qualität der Fotos und somit der Arbeit.
  2. Eine gute Hilfe bei der Suche bieten aber auch Plattformen, wie dasauge.de, wpja.com, hochzeitsfotograf.com oder Mywed. Für die Portale muss man oft Aufnahmekriterien erfüllen. Auch wenn diese nicht sehr anspruchsvoll sind, stellen sie doch einen ersten Filter.
  3. Empfehlungen: Die Freundin empfiehlt ihren Fotografen? Super! Ihr habt einen Hochzeitsplaner, der hat sicher einen Tipp. Empfehlungen sind immer gut. Wenn mein Kumpel mir ein Restaurant empfiehlt, dann geh ich da doch meist auch hin. Aber empfiehlt er mir ein Restaurant mit billigem „all you can eat“ werde ich dort vermutlich nicht hingehen. Ich mag lieber qualitativ gutes Essen und keine Quantität! Will heißen, jeder hat seinen eigenen Geschmack. Auch, wenn es um Hochzeitsfotos geht. Denkt bei einer Empfehlung daran!

Die Website des Fotografen. Als erstes auf einer Fotografen-Homepage erwartet euch meist ein Bild. Es dient als eine Art Aushängeschild. Spricht euch dieses Bild nicht an, dann zieht direkt weiter. Wenn doch, herzlich Willkommen, schaut euch um! Ich schaue mir Websites von anderen Hochzeitsfotografen immer in dieser Reihenfolge an:

  1. Galerie: Hier findet ihr eine Sammlung der Lieblings Fotos des Fotografen. Sprechen euch die Fotos an? Prima! Hier seht ihr auch meist wie der Fotograf arbeitet. Stört er die Momente, oder wirken alle Fotos authentisch und berührend?
  2. Blog oder Social-Media: Was kann der Fotograf tatsächlich? Der Blog und die Social-Media-Kanäle kann zeigen wo er sonst unterwegs ist. Zeigt er nur ein Shooting? Fotos von nur einer Hochzeit, auch wenn es viele sind, helfen dir nur wenig weiter.
  3. Habt ihr noch Zweifel? Fragt den Fotografen ob ihr eine komplette Hochzeitsreportage sehen dürft. Spätestens dann wisst ihr, was Mann oder Frau kann … und was nicht.

Ist euch der Hochzeitsfotograf sympathisch? Wenn nicht wird das in den Portraits sichtbar. Die große Kunst für hervorragende Portraitfotografie besteht nicht in Kreativität und technischem Können allein. Der Fotograf als Mensch ist ein entscheidender Faktor. Ihr als Paar erlebt schließlich nicht jeden Tag ein solches Shooting. Die Anspannung, die ungewohnte Kamera, da eine ungestörte Zweisamkeit heraufbeschwören ist eine echte Herausforderung! Aber genau das sollte der Fotograf bei euch hervorrufen. Schafft er es nicht wird den Fotos sicher das „Echte“ fehlen. Also: Ihr solltet den Menschen hinter der Kamera kennen lernen. Was schreibt er, gibt es Fotos oder vielleicht einen Clip auf der Webseite? Könnte man den Fotografen als Mensch mögen?

Kontakt und Vorgespräch: Euer erstes „Hey“ wird sicher über das Kontaktformular oder eine E-Mail kommen. Fragt ob der Termin frei ist. Fragt erst im 2. Schritt nach den Kosten, dann wenn der Fotograf weiß wie lange ihr ihn braucht. Gut ist auch immer ein Telefonat, hier merkt man schnell ob jemand sympathisch ist oder nicht. Im Optimalfall ruft der Fotograf euch sowieso zurück wenn ihr eure Telefonnummer angegeben habt.

Das Vorgespräch: Die Chemie zwischen euch und dem Fotografen ist extrem wichtig für gute Bilder! Wenn möglich, führt daher ein Vorgespräch. Die meisten Fotografen bieten das kostenlos und unverbindlich an. Geht es nicht persönlich dann nutzt z.B. Skype oder einen anderen Video- Chat.

  1. Neben der Sympathie sollte der Fotograf auf euch und eure Wünsche eingeht. Stellt er Fragen nach Ablauf und euren Wünschen, oder ist er direkt bei den Preisen? Will er euch seinen eigenen Zeitplan für zum Beispiel das Shooting aufbrummen, oder ist er flexibel und richtet sich ganz nach euch? Ein guter Hochzeitsfotograf brennt für die Fotografie, versteht aber auch gleichzeitig, dass es eure Hochzeit ist und Ihr im Mittelpunkt steht. Aussagen a la „3 Stunden Paarshooting während Sonnenuntergang müsst ihr unbedingt machen“ sind sehr zweifelhaft. Sein Angebot sollte sich eher so aussehen: Was wünscht ihr euch? Ich kann euch aus Erfahrung folgendes empfehlen. Wie vereinen wir beides, um eure Wünsche perfekt umzusetzen.

Ist er Kompetent? Für eine Hochzeit gilt: Einmalig, nicht zu wiederholen! Hochzeitsfotos Versaut? Pech gehabt! Mit einem echten Profi wird das sicher nicht passieren. Strahlt euer Kandidat Professionalität aus? Super! Aber gibt kein konkretes Rezept für eine solche Ausstrahlung. Euer Gefühl wird euch leiten.

Die finale Entscheidung: Sicher viele Stunden, endlose suche im World wide Web und mehrerer zweisamer Tassen Kaffee habt ihr eine Auswahl an Fotografen zusammen. Alle gut, alle sehen kompetent aus. Mein Tipp – euer Gefühl sollte die Entscheidung treffen, das klingt vielleicht banal aber eine objektive Wahl fällt unter den letzten meist schwer. Und hier mein letzter Tipp: Schiebt die Entscheidung nicht vor euch her, gute Hochzeitsfotografen sind schnell vergeben. Nur mit Glück ist euer Hochzeitsfotograf noch drei Monate vor eurer Hochzeit verfügbar. In der Hauptsaison sind sie meist schon ein halbes und teilweise sogar ein ganzes Jahr ausgebucht. Also, seid ihr euch sicher? Dann schlagt JETZT zu!
 

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